St. Peter und Paul Gerlingen

Kath. Kirchengemeinde Gerlingen
St. Peter und Paul und St. Andreas

Maximilian-Kolbe-Platz 2
70839 Gerlingen

Vision

Im Zuge des Kirchenentwicklungsprozess „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten“ hat sich unsere Seelsorgeeinheit einige Leitsätze für die Arbeit und das Leben in der Seelsorgeeinheit „Südliches Strohgäu“ zusammengefasst.

Unter diesem Motto fassen wir die folgenden Leitsätze aus dem Projekt „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“ zusammen. Die Leitsätze stellen eine Entfaltung dieses Mottos und eine Zusammenfassung des Projektberichts dar. Nach unserer Überzeugung beinhaltet die Nähe zu Gott auch eine Nähe zu den Menschen. Durch Gottes Nähe öffnet sich der Blick für die nahen und ferneren Menschen. Umgekehrt lässt sich sagen, dass die Nähe zu Menschen eine Nähe zu Gott mit sich bringt. Dies hat Jesus besonders deutlich gemacht in dem Weltgerichtsgleichnis, in dem er uns mitteilt, dass er sich gerade mit den hilfsbedürftigen Menschen identifiziert, so dass wir ihm in diesen Menschen begegnen.

Mit unserer eigenen Begeisterung für den christlichen Glauben möchten wir auch andere anstecken.

1. Wir leben aus einer vertrauensvollen Beziehung zu Gott, der uns hält und niemals fallen lässt. Dieses Vertrauen stärkt auf der einen Seite unser Engagement für eine bessere Welt und bewahrt uns davor, bei Misserfolgen zu resignieren. So ist für uns das Vertrauen in Gott, unser Glaube an Gott, eine Ressource für unser Leben und Gottes Geist „begeistert“ uns. Diese Ressource behalten wir nicht für uns, sondern wollen dazu beitragen, dass auch andere Menschen in das Vertrauen in Gott hineinwachsen können und sich für den Glauben begeistern.

Wir legen besonderen Wert auf die Vorbereitung zum Empfang der Sakramente und die Feier der Sakramente.

2. Diese besondere Nähe Gottes erfahren wir in der Feier der Sakramente, in der Sakramentenkatechese, in der Feier von Gottesdiensten und bei Trauerfeiern auf dem Friedhof. Wir gestalten mit Blick auf die Adressaten diese Rituale so, dass Menschen davon berührt werden und ihre Berührung mit Gott in Verbindung bringen können.

Wir verkünden die Menschenfreundlichkeit Gottes durch unser Tun für und mit den Menschen, die unsere Hilfe brauchen. Wir treten als Anwalt für sie ein und fördern die Solidarität in der Gesellschaft.

3. Wir verkünden die Menschenfreundlichkeit Gottes und seine Zuwendung zu den Menschen, besonders den Benachteiligten, aber nicht nur in Ritualen, sondern auch im Alltagsleben durch unser diakonisches Handeln.

Wir nehmen die Anliegen von Menschen, die sich an uns wenden, ernst und machen es nicht abhängig von der vermuteten Tiefe ihres Glaubens.

4. Glaube ist nicht die Voraussetzung dafür, dass Gott einen Menschen liebt, sondern der Glaube ist das Wissen darum, dass Gott ohne Vorbedingungen die Menschen liebt und sie dazu befähigen möchte, selbst zu Liebenden zu werden. Deshalb gestalten wir unsere Rituale so, dass Menschen mit unterschiedlicher Glaubenstiefe angesprochen werden. Für unseren diakonischen Einsatz spielt der Glaube auf der Empfängerseite zuerst einmal keine Rolle. Der „unter die Räuber gefallene Samariter“ braucht unsere Hilfe und wir bieten sie ihm an.

Wir überprüfen bei neuen Aktivitäten die Möglichkeit, diese auf der Ebene der Seelsorgeeinheit, generationenübergreifend beziehungsweise ökumenisch zu starten oder zu vernetzen.

5. Wir prüfen in Zukunft bei neuem Engagement in der einzelnen Kirchengemeinde, ob es nicht sinnvoll wäre, direkt auf der Ebene der Seelsorgeeinheit sich zu engagieren. Das Gleiche gilt auch für die Öffnung zu den verschiedenen evangelischen Gemeinden. Außerdem wollen wir in Zukunft das generationenübergreifende Miteinander stärker in den Blick nehmen.

Wir suchen die Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Initiativen, die diakonisch in unserem Sinne tätig sind.

6. Neben diesem Engagement in eher christlichem Milieu werden wir in Zukunft verstärkt prüfen, ob wir mit vorhandenen zivilgesellschaftlichen Initiativen, die in unserem Sinne diakonisch tätig sind, kooperieren beziehungsweise uns als katholische Christen bewusst einbringen. Hierbei kann es unterschiedliche Motivation bei durchaus gleichen Zielen geben.

Wir beauftragen am Beginn eines ehrenamtlichen Engagements Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am Ende ihrer Tätigkeit werden sie mit einem „Dankeschön“ für ihren Einsatz verabschiedet.

7. Am Beginn einer ehrenamtlichen Tätigkeit werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer ihnen entsprechenden Form beauftragt. Wenn Engagement von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern endet, wollen wir diese Mitarbeiter in der ihnen entsprechenden Form würdigen und verabschieden. Dies gilt auch für Aktivitäten, die nicht mehr fortgeführt werden.