St. Peter und Paul Gerlingen

Kath. Kirchengemeinde Gerlingen
St. Peter und Paul und St. Andreas

Maximilian-Kolbe-Platz 2
70839 Gerlingen

Zur Heiligsten Dreifaltigkeit – Unsere Kirche in Hirschlanden

1972 wurde mit dem Kirchenbau der Heiligsten Dreifaltigkeitskirche in Hirschlanden begonnen, im folgenden Jahr war die Grundsteinlegung und 1974 erfolgte die Einweihung. Der Architekt war Bert Perlia (1930-2000), welcher auch am Kleinen Haus des Württembergischen Staatstheaters oder bei der Umgestaltung der Domkirche Sankt Eberhard in Stuttgart in den Jahren 1990 bzw. 1991 beteiligt war. Die ursprüngliche Planung sah ein Ensemble mit einer Kirche von 400 Sitzplätzen, Gemeindezentrum, Pfarrhaus und einem Glockenturm vor. Als Folge der 1. Ölkrise Anfang der 1970er Jahre wurde auf den Glockenturm verzichtet und die Sitzplätze in der Kirche auf 300 reduziert. Mit der Weihe der Kirche endete die 30 Jahre dauernde Periode, in der die Katholik:innen aus Hirschlanden und Schöckingen dankenswerterweise die Gottesdienste jeweils in den evangelischen Kirchen feierten. Dieses partnerschaftliche ökumenische Klima wird u.a. seit vielen Jahren im Kirchentausch zur Feier der Konfirmation nach wie vor gelebt und geschätzt.

Der Kirchenbau mit bloßen Betonwänden war damals in vielen Kirchen wegweisend. Stahlbeton als Grundmaterial war ein häufiges genutztes Stilmittel, um klare geometrische Formen gruppieren und schichten zu können. Die Gestaltung des Kirchenraumes ist durch die Konzentration auf die Altarzone bestimmt. Der Mittelgang führt leicht abwärts auf den hellen Altarraum zu, der von nicht sichtbaren Oberlichtern und Lichtkuppeln in Tageslicht getaucht wird und ihn somit dominieren lässt. Große Fensterfronten auf der Süd- und Westseite beziehen die Natur mit ein und erlauben einen Weitblick bis zum Engelberg in Leonberg. Die Decke ist mit nordischer Fichte verschalt.

Im Jahr 1998 wurde die bis dahin durch verschiedene Holzkreuze geschmückte Altarwand durch ein Kreuz des Ellwanger Künstlers Rudolf Kurz endgültig gestaltet. Das Stahlkreuz mit eingefrästem Corpus, welchen einen leichten Ton von Gold zeigt nimmt den Werkstoff des Tabernakels und der Kerzenleuchter auf. Der Künstler will hiermit Christus, welcher aber eigentlich nicht da ist, zeigen. Kurz lässt die Christusfigur nicht wie üblicherweise aus der Fläche hervortreten, sondern versenkte sie, indem er deren Umrisse herausschweißte und herausschnitt, um somit ein Negativ-Relief zu schaffen.

An der rechten Außenwand befindet sich ein Seitenaltar den eine Ikone schmückt. Die Kreuzwegreliefs sind an der Ostseite und an der Südseite und das Madonnenbildnis laden zum Gebet und stillen Gedenken ein.

Im Jahr 2018 wurde die noch aus der Anfangsphase stammende Orgel durch eine digitale Kirchenorgel ersetzt.

In der Kirche in Hirschlanden ist die Reliquie der Heiligen Fortunata († 148) und des Heiligen Deusdedit († 618) im Altar eingesetzt.

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